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Ein Film aus Schweiss hat sich auf Nacken und Brust ausgebreitet, fährt man mit der Zunge über die Oberlippe, bleibt ein salziger Geschmack hängen und legt man erschöpft die Hände auf die Oberschenkel, wird man sich bewusst, wie verklebt die Handinnenflächen, wie erhitzt die Haut ist. Die Hitze ist schier unerträglich … nix wie ab in die Sauna! Sie haben richtig gelesen: Denn anders als die schwüle Sommerhitze, die uns zum Keuchen bringt und unserem Kreislauf zu schaffen macht, kann man in der Sauna bei 90 Grad locker relaxen. Obwohl an heissen Sommertagen trotzdem noch ein extremer Temperaturunterschied besteht – immerhin bis zu 60 Grad! – empfinden wir die Sauna als weitaus angenehmer. Denn nur weil das Thermometer auch in hiesigen Breitengraden mal weit nach oben klettert, bedeutet das nicht, das regelmässige Finnische Schwitzbad auszulassen.
1. Saunieren - die optimale Vorbereitung für die heisse Jahreszeit Schwül-heisse 30 Grad im Schatten, Sonnenglut und Hitzeflimmern – der nächste heisse Sommer kündigt sich an. Und so schön es ist, sich auf den Urlaub zu Hause oder im Süden zu freuen: Dem Körper mutet man in der Sommerzeit teilweise erhebliche Belastungen zu. Eine der grössten Gefahren in heissen Ländern für unerfahrene Urlauber ist der starke Mineralstoffverlust, der häufig zu Kreislaufproblemen führt. Für ungetrübte Urlaubsfreuden bereitet man sich daher am besten rechtzeitig auf die ungewohnte Hitze vor: Wer regelmässig in die Sauna geht, trainiert nicht nur seine Venen und Blutgefässe, sondern beugt darüber hinaus gerade im Sommer einer übermässigen Beanspruchung durch Hitze vor. Nicht umsonst geben erfahrene Saunagänger den Tipp, mit regelmässigem Saunieren sogar die Tropentauglichkeit zu steigern. Saunieren sorgt nicht nur für einen Trainingseffekt des Temperaturausgleichs, vielmehr wird auch übermässigem Schwitzen vorgebeugt: „Nur bei ungewohnter Hitze werden anfangs reichlich Mineralstoffe mit dem Schweiss ausgeschieden. Nach Gewöhnung reduziert sich der Elektrolytverlust schnell!“. Training ist also auch in der Sauna der Schlüssel zum Erfolg. Denn die Sauna trainiert den Kreislauf und das Herz. Durch den Wechsel von sehr heiss zu sehr kalt wird das Blut schneller zwischen Haut und Innenbereich hin- und hertransportiert: Dies fördert die Leistungsfähigkeit von Venen und Herz.
2. Wetterfühligkeit Bei extremen Wetterlagen kann der Körper so viel schneller reagieren, ist vor Erkältungen gefeit und kann sich eben besser auf die Sommerhitze einstellen. Dass die Sauna so belebend gerade an schwül-heissen Tagen wirkt, lässt sich durch den Wechsel von der heissen Kabinenluft zum eiskalten Wasserschwall erklären: Beim Cool-Down wird der Körper, der zuvor noch seine Normaltemperatur von ca. 37 Grad um zwei Grad gesteigert hat, mit 12 Grad kaltem Wasser übergossen. Besonders wenn Sie eine Aussensauna besitzen oder Sie von Ihrer Finnenkabine schnell in den Garten laufen, tun sich abwechslungsreiche Abkühlvarianten auf. Am schönsten ist es natürlich, direkt nach dem heissen Schwitzbad in den kühlen See zu hechten, doch in der glücklichen Lage befindet sich nun mal nicht jeder – dann tut’s auch der Sprung ins Tauchbecken!
3. Schwimmteich und Aussensauna Immer beliebter wird übrigens die Kombination von Saunahütte, Gartensauna oder Fass Sauna und Schwimmteich, womit man gleich eine entspannte, natürliche Atmosphäre erzielt, fast wie ein Kurzurlaub. Breite Veranden, die an die Sauna anschliessen, oder Stege, die in den Teich ragen, laden zum gemütlichen Verweilen zwischen den Saunagängen ein. Eine schneller zu realisierende und trotzdem spassige Cool-Down-Methode ist beispielsweise die Kübeldusche. Ein Kübel – meist direkt an oder neben der Sauna angebracht – wird über ein Zugseil betätigt, daraufhin kippt der Kübel und ca. 20 Liter Wasser ergiessen sich über den erhitzten Körper. Aber auch mit der einfachen Gartendusche oder dem -schlauch lässt sich der gewünschte Abkühleffekt erzielen.
4. Entspanntes Einschlafen trotz Hitze Zwar sehnen wir uns nach dem Sommer und Temperaturen, die es uns erlauben, das Hemd mit dem T-Shirt zu tauschen, doch wenn eine richtige Hitzewelle einbricht, stöhnt die Nation. Kein Wunder, ist unser Kreislauf doch auf diese Extrembedingungen nicht eingestellt. Das regelmässige Saunabad hat im Vorhinein schon abgehärtet und da ist ausserdem ein guter Fluchtpunkt vor der schwülen Hitze ins angenehmere Saunaklima mit anschliessendem Cool-Down. Eine weitere Folge der sommerlichen Temperaturen ist, dass es uns schwerer fällt einzuschlafen – wenn das Thermometer immer noch über 25 Grad zeigt auch kein Wunder. Besucht man abends die Sauna, entspannen sich Körper und Geist, das kühlende Gefühl nach der kalten Dusche oder dem Sprung ins Wasser bleibt, der Puls und die Atmung haben sich beruhigt, man schlummert leichter ein.
5. Sommergrippe Und auch im Sommer sind wir vor Viren und Bakterien nicht gefeit. Die Ursachen für die bekannte Sommergrippe sind die gleichen wie auch in der kalten Jahreszeit: Viren suchen ihren Weg durch unser geschwächtes Immunsystem – und dabei sind wir meist selbst schuld. Unser modernes, zum Teil sehr unvernünftiges Leben fördert den sommerlichen grippalen Infekt. Wenn zum Beispiel ein erhitzter und verschwitzter Körper im Sommer vermehrt Zugluft ausgesetzt ist, wie etwa bei einer Klimaanlage oder geöffneten Autofenstern, trocknen die Schleimhäute aus und können daher ihre Funktion als Schutzschild nicht mehr richtig erfüllen. Neben einigen Dingen, die Sie meiden sollten, wie beispielsweise Zugluft, zu kalte Getränke und das Tragen von verschwitzter oder nasser Kleidung, können Sie vor allem eines tun, um Ihr Immunsystem wieder auf Vordermann zu bringen: in die Sauna gehen. Ausserdem ist es sowieso ratsam, wenn man sich dauerhaft stärken will, die Besuche in der Sauna nicht einfach für eine längere Zeit zu unterbrechen. Saunieren Sie also auch weiterhin im Sommer und sehen den regelmässigen Besuch als Kurzurlaub vom Alltag, den Sie zu Hause und nicht wo anders geniessen können.
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